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TimberWolf7284
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Beitrag von TimberWolf7284 » Mittwoch 4. Juli 2018, 19:18

Sonata hat geschrieben:
Mittwoch 9. Mai 2018, 00:34
TimberWolf7284 hat geschrieben:
Freitag 20. April 2018, 01:30
Hab sogar den Shooter reboot. Der gar nicht so schlecht ist wie alle sagen. Es zeigt die Welt einfach mal aus einem anderen Blickwinkel.
Ich hab das Spiel mal ausprobiert, fand die Welt davon auch echt cool inszeniert. Allerdings hatte die für mich auch einfach absolut nix mehr mit dem "Syndicate"-Universum zu tun.
Also nichts, das mich tatsächlich an die gute alte "Syndicate"-Reihe erinnert hätte.

Insofern... alles in allem war der Shooter-Reboot für mich nichts weiter als ein weiterer unbedeutender Shooter in einem schier endlosen Meer aus Kack-Shootern. :mitleid:
Das Problem an dem ganzen ist ja auch irgendwo, dass man mit den alten Teilen aufgewachsen ist und entsprechende Erwartungen hat. Die leider nicht wirklich erfüllt werden. Es verhält sich wie mit Syndicate Wars.

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Prometheus
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Beitrag von Prometheus » Mittwoch 4. Juli 2018, 20:48

Ich habe das Original nie gespielt, weswegen ich da unvoreingenommener an die Sache ran kann. Hab's allerdings auch noch nicht gespielt, aber schon heruntergeladen. :)
Aber das gehört nicht hier in den Thread, meine verehrten Herren, kostet nämlich etwas, dieses Spiel! Ich lege Wert auf Ordnung. ;)

Hyper Rogue

Einer der wohl einzigartigsten Roguelike-Vertreter ist Hyper Rogue: Es spielt auf einer hyperbolischen Ebene bzw. in einem nicht-euklidischen Raum. Ich habe keinen Blassen von Mathe, aber selbst ich verstehe, dass das was total Abgefahrenes sein muss, besonders, wenn noch der Name H. C. Escher dazu fällt. Jedenfalls bewegt man sich rundenweise auf dieser schwindelerregend-bizarren Oberfläche fort, wobei ein dauerndes Gefühl der Surrealität mitschwingt, was vom überaus mathematischen-schlichten Design, das von starken Farbkontrasten und geraden Linien dominiert ist, verstärkt wird. Verschiedene eigenartige Kreaturen versuchen, einem dabei das Leben schwer zu machen. So durchquert man - immer zwischen Schwindelanfall und Flash - verschiedenste, bizarre Welten, bis man von Viechern eingekesselt und gemordet wird.
Das Spiel ist schon ein ganz besonderes Erlebnis, wer das Exquisite liebt und Delikatessen nicht abgeneigt ist, sollte das ausprobieren. Ich hab's damals gekauft, jetzt gibt es das auch kostenlos bei itch.io, wobei es hier der lebenswichtigen und für den Spielspass nicht zu verzichtenden Features wie Steam-Achievements entbehrt, ausserdem hinkt die Version ein ganz klein Wenig der kostenpflichtigen Version hinterher. Schlimm so was. Allen anderen sei es aber wärmstens empfohlen.

https://zenorogue.itch.io/hyperrogue

Bildgut:
"Jungle", "Desert", und "Yendorian Forest" - nur drei der vielen verschiedenen Welten:

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Hier geht's zur beeindruckenden "Gallery of Lands" http://roguetemple.com/z/hyper/gallery.php, wo's mehr davon gibt.


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Beitrag von Sonata » Montag 16. Juli 2018, 23:07

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Demo 2.0 ist raus! —> Remake of Atlantis

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Beitrag von Atreyu » Dienstag 17. Juli 2018, 00:10

Ja aber Holla, DAS hätte mich mal als offizielles Release interessiert. Aber so geht es natürlich auch! :)
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Beitrag von Prometheus » Dienstag 17. Juli 2018, 14:23

Ich hab's schon fast durchgespielt.
Ich bin durchaus beeindruckt, wie viel Mühe sie sich geben, auch für kleinste Details. Auch die Sprecher sind nicht so schlecht, wie ich befürchtet hatte. Allerdings ist mir die Grafik einfach zu "glatt", vieles sieht da leider recht künstlich aus. Die Animationen sind aber teilweise sehr gelungen, z.B. der Kampf zwischen Indy und Kerner. Die Musik ist leider auch etwas problematisch für mich: Das geniale iMuse-System ist eben unnachahmlich, die fliessenden Übergänge, die beispielsweise im Intro im Original vorhanden sind, gibt's hier nicht. Auch klingen einige Stücke für mich echt schlecht: z.B. die Musik bei Sophias Vortrag. Die ist im Original ja unheimlich atmosphärisch, hier hört man zwar dann und wann das Thema heraus, aber es geht weitgehend unter. Schade. Das Original geht für mich eindeutig weiterhin vor. Aber dennoch finde ich es beachtlich.
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Beitrag von Sonata » Dienstag 17. Juli 2018, 14:31

Hundertprozentige Zustimmung meinerseits in allen Punkten, @Prometheus. Bis auf die Tatsache, dass ich die Animationen der Sprites größtenteils schrecklich finde. Die wirken ekelhaft stocksteif. Und ich finde, dass KEINE Person im Spiel im Gesicht auch nur ansatzweise den Original-Charakteren ähnelt. Nichtmal Indy selbst.
Aaaaber die Zwischenvideos sind schon der Wahnsinn. :thumbup:
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Beitrag von Prometheus » Dienstag 17. Juli 2018, 14:34

Ja genau, die habe ich grad vergessen! Die Videos sind genial gemacht! :)
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Beitrag von Dornfeld » Dienstag 17. Juli 2018, 19:52

Dreck. Nur Windowsunterstützung. Dann müssen LPs für mich genügen.

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Beitrag von Atreyu » Dienstag 17. Juli 2018, 22:39

@Sonata Wirklich nett, die Demo. Ich denke aber auch, dass das Remake den Charme des Originals nicht ganz einfangen kann. Gerade viele Animationen wirken etwas hölzern und wie @Prometheus schon sagte, es wirkt alles sehr "glatt" und wenig dynamisch. Man hat auch nicht dieses "will-ich-erforschen!"-Gefühl, das ich immer beim Original hatte!
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Beitrag von dnklgrn » Donnerstag 19. Juli 2018, 22:38

@Dornfeld wenn du windows nicht magst, lass es für sowas doch einfach in einer VM laufen.

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Beitrag von Dornfeld » Donnerstag 19. Juli 2018, 23:48

@dnklgrn Wenn es nötig werden sollte ziehe ich das in Erwägung. Welches Windows müsste das denn mindestens sein?

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Beitrag von dnklgrn » Freitag 20. Juli 2018, 19:55

Ich kenne die Systemvorraussetzungen nicht, von daher kann ich da keine optimale Antwort drauf geben.
Win 10 hat jedenfalls den besten Kompatibiltätsmodus, damit habe ich ohne weitere Software auch alte Win 95 Spiele ans laufen bekommen.

VM frisst nur Unmengen an Ressourcen.

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Beitrag von Sonata » Mittwoch 8. August 2018, 07:51

Vor einiger Zeit tweetete Mark Laidlaw, der Autor der "Half-Life"-Spiele, seine Zusammenfassung der ursprünglich geplanten Begebenheiten in "Half-Life 2: Episode Three".
(Die "Story" hab ich hier mal als PDF-Datei hochgeladen.)

Nun hat sich ein winziges Indie-Team namens "TEK Collective" hingesetzt und "Half-Life 2: Episode Three" als Visual Novel herausgebracht.
Es ist wesentlich humorvoller geworden, als die Story eigentlich hergibt, aber aus dem Grund haben sie es auch als "Visual Novel Parody" herausgebracht.

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Dennoch sicherlich ganz nett, sich das Ganze mal anzuschauen — und sei es nur um endlich ein bißchen Closure zu bekommen, was die "Half-Life 2"-Story angeht. ;)

Hier kann man das Spiel bekommen:

Half-Life 2: Episode Three — Gordon Freeman: Rational Man


Wer ein RICHTIGES "Half-Life 3" möchte, der muss aber wohl auf Project Borealis warten. ;)
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Beitrag von dnklgrn » Mittwoch 8. August 2018, 13:07

Was ist das denn für eine Novelle?
Freeman spricht?
Nenenene, so geht das doch nicht. :lol:

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Prometheus
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Beitrag von Prometheus » Dienstag 16. Oktober 2018, 19:35

Snakes of Avalon

Ich habe keine Ahnung, was ich hier gespielt habe – ist es eine sinnige gesellschaftskritische Parabel, ein Gleichnis auf die anonymisierende Gesellschaft, in der zwischen dem Vereinzelten, Verzweifelten und dem Suizid nur noch eine Flasche Alkohol steht? Oder doch nur die bierselige Suffphantasie eines Alkoholikers? Einen solchen spielen wir hier nämlich: Den Trinker Jack, der sich, wie es seine Gewohnheit ist, eines neuerlichen Abends in der schäbigen Kneipe „Avalon“ besäuft. Aus dem Radio erschallt irgendeine uralte, schwermütige Melodie, ein Muskeltyp mit blonder Elvisfrisur steht sinnlos am Tresen, um sich dann am Billardtisch zu verweilen, die Toilette ist dauernd besetzt, der Barkeeper ist ein miesgelaunter Langweiler. Als Jack am Nachbartisch ein Gespräch mithört, nimmt die Handlung Fahrt auf: Ein Mordkomplott wird besprochen, eine Frau will ihren Gatten umbringen lassen. Was sich dann als Handlung entfaltet, beschränkt sich auf den Kneipenraum, führt in üble Halluzinationen und Suffträume des Trinkers, beschwört lang verdrängte Erinnerungen hoch – und führt zu einem Ende, das mit Urin, einem Honigglas und Kakerlaken zu tun hat. Am Ende habe ich keine Ahnung, was ich da erlebt habe – die Phantasie eines Trinkers, die Auflösung eines Kindheitstraumas, das Vereiteln eines Mordkomplotts... irgendwie seltsam, das Spiel hinterlässt ein sehr komisches Gefühl, bringt mich zum Nachdenken, irritiert mich. Ich bin verwirrt. Und ich weiss immer noch nicht, was es mit den „Snakes“ auf sich hat. Aber eins weiss ich: technisch ist Snakes of Avalon ein schönes Stück. Die gezeichneten Hintergründe und Figuren haben ihren eigenen, unverwechselbaren Stil, die Musik ist hervorragend gewählt, die Rätsel sind lösbar, wenn auch eher ungewöhnlich. Ein toller Titel.

http://www.adventuregamestudio.co.uk/si ... game/1357/

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Knytt

Die Knyttspiele des Entwicklers Nyfflas sind ganz besondere kleine Erlebnisse: Minimale, aber sehr sympathische Grafik, unheimlich entspannender Soundtrack, grosse, freie Welten, die man einfach nach Lust und Laune durchwandern und -hüpfen kann. Man erforscht die Tiefen der Erde ebenso wie die Wolken, findet Siedlungen fremdartiger Wesen hier wie dort, wandert einfach um des Wanderns willen. Das ist ungemein meditativ. Inzwischen hat die Freeware-Reihe mehrere Teile, die das Rezept weiter verfeinern, dabei aber auch mehr Herausforderungen hineinbringen. Mir gefällt Teil 1 am Besten, weil es hier nur um das Erkunden, Herumhüpfen und -klettern geht, wobei man ganz in die Atmosphäre eintauchen kann.

https://nifflas.ni2.se/games/Knytt%20102.zip

Auch die anderen Teile sind sehr gut gelungen:

https://nifflas.ni2.se/games/

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The Oracle

The Oracle ist ein sehr schön gestaltetes Adventure mit dezenten Myst-Einflüssen auf Basis der AGS-Engine. Besonders herausragend sind die Grafiken, die auf echten Photographien der Handlungsorte basieren, was dem Spiel eine ganz eigene Atmosphäre verleiht. Man fühlt sich fast ein wenig wie im Urlaub. Die Handlung führt uns vom verschneiten winterlichen Kanada an die sonnige, blühende Agarve-Küste Portugals, wo wir auf der Suche nach einem verschollenen Freund auf die Spuren eines uralten Geheimnisses von grösster Bedeutung kommen. Die Handlung entfaltet sich in gutem Tempo und behält den Spannungsbogen bis zuletzt aufrecht. Die Rätsel sind überaus interessant und bis auf wenige Ausnahmen logisch gut lösbar. Grafik, Musik, Handlung und Rätseldesign gefallen mir sehr gut, ein Ausnahmespiel in der Freewareszene.

http://www.adventuregamestudio.co.uk/si ... /game/735/

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Pyramid Builder

Nicht allzuviel Gameplay, dafür sehr ansprechende ASCII-Kunst bietet dieses Spiel, bei dem es darum geht, eine Pyramide zu bauen. Dafür baut man Häuser, in denen Arbeiter leben, Äcker, auf denen ein Teil der Arbeiter tagsüber schuftet, während der andere Teil an der Pyramide baut, mühselig die Steinbrocken vom Hafen hochschleift, während Barken Nachschub an Steinen anliefern. Tagsüber wird gearbeitet, nachts geschlafen, passend ziehen Sonne und Mond ihren Bogen über den Himmel. Den grössten Teil der Zeit schaut man aber den flotten Männchen beim Bauen und Ackern zu, erweitert die Siedlung, kauft zusätzliche Steinlieferungen. Als ästhetisches Erlebnis hat mir Pyramid Builder sehr gut gefallen, wobei man das Spiel unbedingt in Bewegung erleben muss, Bilder werden ihm nicht gerecht. Auch tolle ägyptisch angehauchte Musik im 8-bit-Stil ist sehr gut gelungen.

https://standardcombo.itch.io/pyramid-builder

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Beitrag von Atreyu » Dienstag 16. Oktober 2018, 22:04

@Prometheus : The Oracle habe ich mir mal gezogen, weil ich selbst mal so ein Game entwickeln wollte :)
Danke :)
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Beitrag von Prometheus » Dienstag 16. Oktober 2018, 22:05

Atreyu hat geschrieben:
Dienstag 16. Oktober 2018, 22:04
@Prometheus : The Oracle habe ich mir mal gezogen, weil ich selbst mal so ein Game entwickeln wollte :)
Danke :)
Toll! Viel Spass wünsche ich! Das Gute ist an dem Spiel ausserdem, dass es eine sehr nützliche Hint-Funktion integriert hat. Da bin selbst ich nie steckengeblieben. :)
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Beitrag von Prometheus » Donnerstag 1. November 2018, 21:46

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Das wird jetzt etwas länger als die üblichen Vorstellungen, aber dieses teuflische Spiel hat es mehr als verdient. Total Chaos beobachte ich schon seit vielen Jahren, habe bereits die Alpha mal angespielt und war total begeistert, dass das Spiel jetzt, zu Halloween, endlich vollständig erschienen ist. Der Entwickler geht realistischerweise noch davon aus, dass noch der eine oder andere Bug drinstecken könnte, weswegen er das Spiel als Beta bezeichnet. Inhaltlich ist aber alles vorhanden und ich bin auch noch auf keinen einzigen Fehler gestossen.

Im Grunde seines Wesens ist Total Chaos eine Mod zum ollen Doom 2. Allerdings hat das Spiel praktisch gar nichts mit Doom 2 mehr zu tun. Für die erste Fassung benötigte man zwar noch die "doom2.wad", inzwischen hat der Entwickler aber eine luxuriöse Standalone-Fassung veröffentlicht, die praktisch "ready to play" ist, mit einem schickem Startmenü aufwartet und einem das Herumbasteln und Konfigurieren von GZDoom erspart. Insofern stelle ich dieses Spiel hier, im "Kostenlose Spiele"-Thread (anstatt im "Modifikationen"-Thread) vor. Ausserdem wäre es zu schade, wenn dieses echte Ausnahmespiel nur als popelige Modifikation wahrgenommen werden würde, da es wirklich ein vollkommen eigenständiges Spiel ist.

Handlung

Die Handlung führt uns sogleich mysteriös ins Spiel ein: Wir landen, einem Seenotruf folgend und in einem Sturm verschlagen, auf einer abgelegenen Insel. Wir erkennen sie als "Fort Oasis", einst ein wirtschaftliches Zentrum des Kohlenabbaus, jetzt aber ein verlassenes und verfallenes Labyrinth aus Beton und rostendem Metall. Im Rücken unser ramponiertes Boot, ein wolkenverhangener Himmel und das unruhig schwappende Meer, vor uns ein runder, in der Dunkelheit verschwindender Tunnelgang, so empfängt uns das Spiel nach dem kurzen Intro. Nach und nach folgen wir den Funksprüchen durch die unübersichtlichen, manches Geheimnis bergenden Tunnel und Gänge, Stollen und Keller und merken bald, dass hier ein furchtbares Ereignis stattgefunden haben muss. Die Handlung wird durch Tagebucheinträge, Notizen und ähnlich fragmentarische Zeugnisse der einstigen Bewohner weitererzählt und führt immer tiefer hinein in das grauenhafte Schicksal des Ortes.

Gestaltung und ästhetisches Design

Als ich das erste Mal durch den gähnend sich auftuenden Tunnel geschritten war, hörte ich ein flatterndes Geräusch, das mich hochschrecken liess. So früh im Spiel konnte es kaum schon ein Gegner sein - das wäre miserables "pacing" - und so war es etwas ganz Banales: Ein Stück schwarzer Plastik, der im Windzug flatterte. Aber was für ein Plastik! Glänzend und sich bewegend auf fast natürliche Weise - wie so ein Stück Plastik eben auszusehen hat. Es mag fast lächerlich klingen, dass dieses Detail mich so begeistert, aber eben daran sieht man einerseits das Auge des Entwicklers für die Gestaltung der Spielwelt, zum anderen aber auch, was für unglaubliche technische Leistungen auf der einfachen technischen Basis möglich sind. Das Spiel sieht durchgehend richtig gut aus und muss sich kaum vor modernen Titeln verstecken. Die Welt ebenso wie die wirklich furchterregenden Gegner sind ausgezeichnet gestaltet. Auch die Sounduntermalung ist herausragend gut gelungen und unterstützt von Anfang an die desolate, hoffnungslose Atmosphäre des Ortes. Mich beeindruckt aber nicht nur die wirklich herausragende Grafik und die grossartigen Soundeffekte und der kongeniale Soundtrack - sondern auch der kohärente ästhetische Stil des Spiels, der wirklich durchgehend zusammenhält und eigenständigt wirkt, wenn er auch freilich an manche Vorbilder erinnert. Da passt einfach alles zusammen und wirkt wie aus einem Guss.

Gameplay

In Bezug auf Gameplay und Design erscheint mir Total Chaos etwa wie eine Mischung aus Stalker, Metro, Outlast, Doom 3, NEOScavenger und einem Hauch Ultima Underworld. Im Gegensatz zu Doom 2 ist Total Chaos kein Shooter sondern ein Survivalspiel (auch wenn die Gamestar es als "Horrorshooter" bezeichnet). Das merkt man auch bald, denn nicht stumpfes Draufhalten ist hier gefragt. Neben dem Umstand, dass die Flucht oftmals die bessere Lösung gegenüber dem direkten Kampf darstellt, gilt es ausserdem, den Hunger einigermassen im Griff zu behalten, wofür zu findende Konserven sehr nützlich sind – wohingegen aber verdorbenes Fleisch zwar den Hunger erst einmal stillt, aber die Gesundheit schädigt. Auch Strahlenwerte gilt es im Auge zu behalten und wenn nötig mit einem der seltenen wissenschaftlichen Erste Hilfe-Koffern zu behandeln (die normalen Erste Hilfe-Koffer sind öfter anzutreffen). Im Inventory kombiniert man Gegenstände, repariert kaputte Waffen (einfache Waffen wie Schraubenschlüssel halten lange, machen aber nur wenig Schaden, härtere Kaliber und Schusswaffen wollen dagegen gewartet werden) oder kümmert sich um die leiblichen Bedürfnisse. Problematisch erscheint mir der Survival-Aspekt nicht, bisher hatte ich genügend Zeit, die Welt zu erkunden ohne in eine Hungersnot zu geraten. Eigentlich mag ich ja solche "Timer" überhaupt nicht, die mich mehr oder weniger zwingen, möglichst effizient mit meiner Zeit umzugehen, aber hier stört es mich bisher nicht. Es trägt vielmehr zur Atmosphäre der Verzweiflung bei. Das Kampfsystem erscheint mir äusserst gut gelungen, die Kämpfe wirken flüssig und glaubwürdig und verlangen vom Spieler geschicktes Ausweichen und Zuschlagen. Ausweichen ist zu empfehlen, denn leicht geschieht es, dass man eine Wunde einfängt und Blutverlust zu beklagen hat, was, auf Dauer unbehandelt, zum Tod führt und nur durch Bandagen und medizinische Ausrüstung behoben werden kann. Bandagen findet man oder kann sie sich, wie so vieles, aus zusammengeklaubtem Kram aus der Spielwelt selber basteln (man nehme: einen Schluck Vodka und ein Stück Stoff). Allgemein finde ich das "craften" sehr gelungen umgesetzt, es motiviert sehr, einzelne Gegenstände zu neuen Dingen zu verbinden. Das hilft auch der Atmosphäre sehr: Ich fühle mich noch viel stärker als Teil dieser Welt, ich renne nicht einfach nur schiessend und prügelnd durch die Levels, sondern versuche, den Kram, den ich finde, sinnvoll einzusetzen.

Ausblick und Fazit

Ich kann schon jetzt, nach zwei von sechs Leveln, sagen: Ich bin von Total Chaos mehr als begeistert. Umso mehr freut es mich, dass der Entwickler neben allfälligem Buxfixing im kommenden Jahr auch noch Zusatzinhalte nachreichen will: Neue Waffen, einen neuen Level, einen anderen Spielmodus mit offenerer Spielwelt etc. sind im Gespräch. Finde ich grossartig, was hier an kreativer Kraft eingesetzt wird. Alles auf freiwilliger Basis und unentgeltlich, versteht sich. Alles in allem muss ich dieses Spiel also mit Nachdruck empfehlen. Es zeigt nicht nur die äussersten Grenze dessen, was sich auf dem Skelett einer uralten Engine und mittels der Möglichkeiten moderner Portierungen erreichen lässt, sondern bietet ein überaus atmosphärisches, packendes Spielerlebnis, das sich wirklich nicht vor kommerziellen Spielen zu verstecken braucht.


https://www.moddb.com/mods/total-chaos/ ... ll-version

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Zuletzt geändert von Prometheus am Sonntag 4. November 2018, 20:38, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitrag von Dornfeld » Sonntag 4. November 2018, 19:33

Der Leitartikel strotzt ja geradezu vor Sonatischer Freude. Da werd ich doch gleich mal vorbeischauen, und die Linuxkompatibilität prüfen.

PS: Streiche Trailer; setze Vorschau.

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Beitrag von Prometheus » Sonntag 4. November 2018, 20:29

@Dornfeld Ja, ich war und bin auch total aus dem Häuschen wegen dem Teil! Wobei ich mich gerade vorhin schier eingekotet habe, so fürchterlich war's. Ich mag ja keine Spinnen, und was da ekelhaftes herumkreucht und fleucht, das geht auf keine Kuhhaut. Das Monsterdesign ist einfach klasse gelungen. Ich bin nur noch gerannt und und habe gerade keine Ahnung, wo ich bin und verstecke mich vor diesen grausigen Viechern, die zu beschreiben mir die Sprache versagt.

PS: "Trailer" erfolgreich germanisiert!
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